Erregung Öffentlicher Erregung + Lesung: Ahne @ Slow Club Hof

Erregung Öffentlicher Erregung + Lesung: Ahne @ Slow Club Hof

Konzert + Lesung (open air) | Post Punk, Kraut, 80er, Berlin

Die Ruinen von Berlin:
die Wasserstofflaternen auf der Sonnenallee leuchten grell, in den Galerien wird Bier in Dosen verkauft. Der Asphalt glüht. Die Menschen beeilen sich nach Hause zu kommen, über ihren Köpfen fliegen die schwarzen Lieferdrohnen, die ihnen die wöchentlichen Rationen durch die automatisierten Küchenfenster in die Wohnungen bringen. In einer halben Stunde beginnt die tägliche Sperrstunde. Aus den Verkehrsleitlautsprechern dröhnt Musik: „Mach mal ne Pause/warte mal kurz“. Der Bass treibt und wummert. Das ist nun also das Zeichen: Die Revolution ist da.

Anja Kasten (Gesang), Michael Schmid (Schlagzeug), Michael Hager (Gitarre), Laurens Bauer (Bass) und Philipp Tögel (Synthesizer) sind selten gemeinsam an einem Ort; ein Teil der Band lebt in Berlin, der andere Teil in Hamburg. Aber wenn sie Musik machen, dann sind sie sehr an einem Ort. Einem Ort, den es sich zu besuchen lohnt:

Erregung Öffentlicher Erregung zitieren sich freigeistig durch die Geschichte der subversiven Gitarrenmusik: Post-Punk trifft auf Anleihen bei Sonic Youth, krautige Beats auf sphärische Instrumentals. „EÖE“ ist ein trippiges Album, dem der Sound der Bundesrepublik der frühen 80er als Ausgangspunkt für eine Transformation ins 21. Jahrhundert dient. Ideal trifft die Neubauten zum Malaria- Tabletten nehmen.
Die Songs heißen „Kacke in der Jacke“, „Blaue Zähne“ oder „Kein Bock auf Frühstück“. Es geht um Selbstentfremdung, um den Kater, darum nicht mehr Anfang 20 zu sein und trotzdem nicht zu wissen, wie das eigene Leben weitergeht. Um Selbstentfremdung, um Zigaretten, Langeweile und die Nacht. Produziert hat „EÖE“ das Duo Balayage, aufgenommen wurde das Album in den Watt’n Sound Studios in Schleswig- Holstein.

www.erregungoeffentlichererregung.bandcamp.com
www.facebook.com/erregungoeffentlichererregung


Ahne
musste im Jahre 1968 quasi gezwungen werden, aus dem Schoß seiner Mutter zu kriechen. Seine ersten Worte waren: »nein« und »warum«. Lange Haare bis 15, danach kurze Haare. Mit 21 gründete er das ›Neue Forum‹ und stürzte die SED-Regierung, dann probierte er dasselbe in der BRD, scheiterte aber durch Verrat (und weil keine SED existierte). Es folgten ausgedehnte Studien der eigenen vier Wände, intensive Nabelschau, Alkoholmissbrauch. 1994 schrieb er einen Brief an seine Oma, avancierte anschließend zu einem der angesehensten Schriftsteller Europas und stampfte die »Reformbühne Heim & Welt« aus dem Boden, welches als Geburtsstunde der modernen Literatur (Lesebühnen, Poetry Slam, Prager Frühling) in die Geschichte einging. Tourneen durch die ganze Welt, Preise über Preise und ein wahrhaft süßes Leben sind der Lohn.
Ahne trägt Kleidung aus seinem Schrank.
Ahne liest, singt und trinkt.
Neue Texte, alte Schlager, Bier.

„53 Jahre Vollmond“ heißt das neue Programm des Berliner Schriftstellers Ahne. Wie schon bei „51 Jahre Brot“ und „52 Jahre Apfelsinenkisten“ nimmt der Lesebühnenautor, der durch seine „Zwiegespräche mit Gott“ deutschlandweit bekannt wurde, damit erneut Bezug zu seinem aktuellen Lebensjahr.

www.ahne-international.de


Einlass: 18:30 Uhr
Beginn: 19:30 Uhr
Eintritt: 12 €
Clubmitglieder: 10 €

Limitierte Plätze – bitte reservieren unter: info@slowclub-freiburg.de

Es wird zudem noch eine kleines Kontingent an der AK geben.

Alle Personen müssen einen negativen Corona-Schnelltest oder einen Genesenen- oder Geimpften-Nachweis haben (3G).
Die Kontaktdaten werden dokumentiert. Mund-Nasen-Schutz auf den Wegen zu Toiletten, Barbereich und Stehplätzen.

Eintritt: € 12 | € 10 (für Mitglieder)

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