Locust Fudge

Locust Fudge

Konzert | Indie Rock

Nach über 20 Jahren sind Locust Fudge mit ihrem neuen Album „Oscillation“ zurück. Die in den 90er Jahren von Dirk Dresselhaus (Schneider TM) und Christopher „Krite“ Uhe gegründete Band brachte in der Hochzeit des Indie-Rock unter anderem das Album „Royal Flush“ heraus – eine der richtungsweisendsten und künstlerisch individuellsten Platten in der Geschichte der deutschen Rock-Subkultur.
In den letzten Jahren war es jedoch, bis auf einen Beitrag zur 2004er-Compilation „Perverted by Mark E. – A Tribute to the Fall“ still um die Band. Schneider und Krite widmeten sich anderen Projekten, bis sie im vergangenen Jahr nun mit „Oscillation“ zur allgemeinen Überraschung ein neues Album veröffentlichten. Von Kritik und Feuilleton euphorisch befeiert, beweisen Locust Fudge, die in der aktuellen Inkarnation um den neuen festen Schlagzeuger Chikara Aoshima erweitert wurden, dass ihre abstrakte Grandezza der frühen 90er kein Zufallsprodukt oder Zeitphänomen war, sondern auch fast drei Jahrzehnte später keinen Deut an Relevanz und Intensität verloren hat.

JAN MÜLLER (TOCOTRONIC) ÜBER DAS ALBUM:
„Möchte deutsche Pop- bzw. Rockmusik heutzutage erfolgreich sein, so hat sie in der Regel entweder besonders hart, „witzig“ oder bedeutungsschwanger zu sein. Vermutlich gibt es deshalb hierzulande so viel furchtbare Musik, weil viele versuchen, eines dieser drei Rezepte zu kochen. Um so erfreulicher, wenn eine Band versucht, andere Wege zu gehen. Der Kontakt meiner Gruppe Tocotronic zu Locust Fudge und den anderen Projekten von Krite und Schneider bestand zwar seinerzeit in den 90er Jahren nur recht sporadisch aber stets von gegenseitigen Sympathien gezeichnet – zumal wir es in unserer Hamburger Blase recht erfrischend fanden, in ihnen Gesinnungsgenossen zu finden, die es ebenso wie wir nicht grundsätzlich für „rockistisch“ hielten Verzerrer und Feedbacks einzusetzen und nicht für „reaktionär“, melodisch zu sein. Mit ihrem neuen, nun endlich wieder gemeinsamen Album „Oscillation“ ist Krite und Schneider zusammen mit dem Schlagzeuger Chikara Aoshima und hochkarätigen Gästen ein Meisterstück gelungen. Bereits der erste Song, das elfeinhalbminütige „Light&Grace“ macht alles klar. Ich hatte zuvor schon fast verdrängt, wie sehr es Musik gelingen kann, zugleich ungemein kraftvoll und sanft zu sein und so dieses intensive und unter die Haut gehende Gefühl zu erzeugen, welches vermag, den Zuhörer in einen milden und verletzlichen Gemütszustand zu versetzen. Krite und Schneider lassen erkennen, wie weit sie in den letzten Jahren in anderen Projekten gegangen sind und bringen ihre musikalischen Erkenntnisse in Locust Fudge mit ein und dennoch gelingt ihnen das Kunststück, nie den Charakter ihrer Band zu verwässern. Wir blicken daher mit Oscillation auch auf zwei beachtenswerte Musikerbiographien fernab der heutzutage obligatorischen Popakademien. Ich wünsche diesem Album von ganzem Herzen viele Hörerinnen und Hörer und den Erfolg der ihm zusteht.“

Weitere Infos:
www.fkpscorpio.com/de/bands-archiv/locust-fudge
www.facebook.com/locustfudge

VVK: https://shop.needfulthinxx.de/Konzertkarten

 

Eintritt: € 11 | € 9 (für Mitglieder)

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