Susie Asado

Susie Asado

YAK_1564Susie Asado ist ein Zwischenwesen. Ein Fleisch gewordenes Gedicht, ein Musik gewordener Name. Eine Band und eine Vorstellung, ein Kostüm und eine Erzählung. Susie Asado ist eine Figur des Fin de Siécle, eine exotische Señora, eine moderne Undine — Seestern im Haar, Ukulele in der linken, Koffer in der rechten Hand. Sie lebt überall und nirgends, gestran-det im Transit. Sie trägt den Kopf in den Wolken, stolz, ein Lächeln auf den roten Lippen und geht weiter weiterweiter, festen Schritts, zur nächsten Station, dem nächsten Konzert, dem nächsten Album.

Susie Asado ist eine Kunstfigur und ein Vexierbild. Im Zentrum des Projekts, das es seit 2007 gibt, steht die Singer/-Songwriterin Josepha Conrad, die in Chicago und Frankfurt am Main aufwuchs und seit längerer Zeit in Berlin lebt. Sie hat eine Reihe von Musikern um sich versammelt — mit Konstanten und Variablen.

Nach „Hello Antenna“ (2008, lolila) und „Traffic Island“ (2011, kook-Label) erscheint nun erneut auf dem kook-Label Susie Asados drittes Album „Onward Aeropuerto“. Ging es bei „Traffic Island“ um die ganzen Dinge, die wir besitzen und die uns prägen (was die Frage aufwarf, ob es nicht umgekehrt ist, ob die Dinge nicht vielmehr uns besitzen und nicht wir sie) drehen sich die Texte bei „Onward Aeropuerto“ nun um die endlose Bricolage am eigenen Leben. Um das sich entziehende Hier und Jetzt, immer zwischen Retrospektive und Projektion. Um das Leben als Zuschreibung, als Wolke, flüchtig und völlig offen. Um die Illusion, dass es in unserer Hand liegt.

Eintritt: € 9 | € 7 (für Mitglieder)

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